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Am 9. November, dem Tag der Reichspogromnacht 1938, ehren
wir an mehreren verlegten Stolpersteinen in unserer Stadt alle
Opfer und wir verneigen uns vor ihnen mit Kurzkonzerten und
kleinen Performances. Daran anschließend finden die
Gedenkveranstaltung am Synagogendenkmal und die ökumenische
Andacht in der Trinitatiskirche statt.
Zum Klang der Stolpersteine wollen die Akteure, anknüpfend an die
lange Tradition bürgerlichen Engagements gegen Unterdrückung
und Hass in Gera, dem Wiedererstarken der Barbarei
entgegengetreten mit den friedlichsten Mitteln: dem Gesang, der
Musik, der Kunst. Mehrere Führungen werden durch den Klang der
Stolpersteine führen und am Synagogendenkmal zu einer
gemeinsamen Gedenkveranstaltung enden. Um 18:15 Uhr singen
und spielen alle KünstlerInnen, ZuhörerInnen, PassantInnen,
HelferInnen „Dos Kelbl“, ein Lied aus dem Jahr 1940 in jiddischer
Sprache. Es handelt von Leid und Freiheitssehnsucht. Damit
werden wir uns im gemeinsamen Gedenken und Fühlen befinden
wie die Menschen in Jena, Stadtroda, Weimar, Naumburg,
Bad Köstritz und Rostock.